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10 Tipps für einen angenehmen Einstieg ins Wandern1 min read

Wandern ist gut für die persönliche Fitness, fürs Wohlbefinden – und vor allem auch für die Seele. Eine Wanderung hilft uns dabei, die Natur wirklich zu entdecken, uns wieder mir ihr zu verbinden und als Teil von ihr zu fühlen. An meinem allerersten Artikel auf meinem Blog: Wandern macht glücklich – und das ist bewiesen! möchte ich mit diesem Beitrag anknüpfen und Dir hier ein paar hilfreiche Tipps zum Wandern geben. Damit es Dich ohne Umwege von Anfang an glücklich macht.

Tipp 1: Übernimm Dich nicht!


Als Wanderanfänger solltest Du nicht gleich mit einer schweren Tour starten, denn eines sollte Dir klar sein: Wenn Du Dich übernimmst, verlierst Du schnell die Freude am Wandern. Gerade zu Beginn solltest Du eine einfache Tour wählen, ohne viele Kilometer und vielen Höhenmetern. Ein konkretes Beispiel: Bei entspannter Gehgeschwindigkeit schaffst Du ca. 4 km in der Stunde auf ebenem Gelände.

Es gibt tolle Wander-Apps, wie zum Beispiel Komoot, die Dir dabei helfen können, die passende Tour zum Einstieg rauszusuchen. Schaue dort nach leichten Touren. Wenn Du schon eine gute Kondition hast, weil Du viel Sport treibst, dann kannst Du auch nach einer mittelschweren Wanderung suchen. Am Anfang solltest Du erst einmal für etwa eine Stunde spazieren gehen, um Dich und deinen Körper richtig kennenzulernen. Dann steigerst Du Dich von Mal zu Mal.

Tipp 2: Gehe die Wanderung langsam an


Vergiss nicht: Das hier ist Deine Freizeit! Es geht nicht darum irgendetwas zu gewinnen oder irgendjemanden zu beindrucken. Versuche Dein Tempo zu finden! Das geht am besten, wenn Du erst mal alleine wanderst oder eben mit jemandem gehst, der/die auch in deinem Tempo geht.

Denn: Schnelles Wandern kann sehr schnell recht anstrengend und ermüdend werden. Deine Muskeln und Sehnen in den Beinen und Füßen werden dabei stärker als normal beansprucht. Und zwischen jedem Schritt haben Muskeln und Füße weniger Zeit zur Entspannung.

Fazit: Wie viele Kilometer Du beim Wandern am Tag schaffst, ist absolut sekundär. Der Spaß an der Sache ist ausschlaggebend. Wenn der Puls in die Höhe rast und das Atmen schwer fällt, lohnt es für einen kurzen Moment zu pausieren. Den Blick in die Ferne schweifen lassen. Die Augen können den Himmel, die Wälder, Berge und Täler oder die malerische Flora und Fauna erkunden – Du kannst Kraft tanken und Energie aufbauen.

Tipp 3: Trinke ausreichend


Wandern ist Arbeit, körperliche Arbeit! Wer sich viel bewegt, braucht auch viel Flüssigkeit. Trinkst Du nicht ausreichend vor und während der Wanderung, kannst Du vor allem unter warmen Bedingungen schnell überhitzen, dehydrieren und als Folge davon Kopfschmerzen oder Schwindel bekommen.

Auf einigen Wanderungen gibt es Einkehrmöglichkeiten. Aber, verlass Dich nicht darauf! Es könnte sein, dass sie zu der Zeit in der Du wanderst geschlossen sind.

Faustregel: Pro 10 km Wanderstrecke nimm einen Liter Wasser mit. Wird es warm draußen, solltest Du 50 Prozent mehr (also 1,5 Liter je 10 km) einpacken. Eine ungesüßte Apfelschorle oder Tee sind prima Alternativen zum Wasser. Vermeide gesüßte Getränke, die noch mehr Durst machen.

Tipp 4: Iss was Anständiges


Du willst körperlich aktiv sein, also muss Dein Körper irgendetwas verbrennen können, um Dir dafür Energie zu geben. Ich esse vor einer Tageswanderung meist eine große Portion Müsli mit viel Vollkorn- und Haferflocken, sowie frisches Obst. Das gibt eine Menge Energie in Form von Kohlenhydraten.

Auf der Tour habe ich meist noch hochwertige (weniger zuckerhaltige) Müsliriegel, Obst oder die gute alte Klappstulle (Vollkornbrot) mit Käse dabei. Hier darfst Du gern herzhafter wählen, schließlich verbrennst Du ja auch Kalorien.

Tipp 5: Trage die richtigen Schuhe


Das A und O für jede Wanderung sind die Wanderschuhe! Achte deswegen unbedingt darauf, gutsitzende und bequeme Wanderschuhe zu tragen. Wichtig ist dabei, dass Du darin ausreichend Halt hast. Die Schuhe sollten fest am Fuß sitzen, aber auf keinen Fall drücken. Sonst gibt es schon am Anfang Probleme mit Blasen. Knöchelhohe Wanderschuhe sind sehr zu empfehlen. Sie geben ausreichend Halt – auch bei steilerem Gelände und verhindern das Umknicken mit dem Fuß. Außerdem schützen sie die Knöchel gegen harte Steine.

Wähle wandergerechte Socken


Der beste Schuh wird Dir nicht helfen, wenn Du die falschen Socken trägst! Wenn Du mal ein paar Kilometer mit einer (offenen) Blase unter dem Fuß gelaufen bist, weißt Du was ich meine. In erster Linie müssen Deine Socken richtig sitzen. Sie müssen Deinem Fuß im Schuh Halt geben und die Feuchtigkeit um Deinen Fuß absorbieren, um sie über den Schuh nach außen zu transportieren.

Hier findest Du mehr über die richtige Wanderbekleidung und Wanderausrüstung.

Tipp 6: Sorge für gute Orientierung


Mittlerweile navigiere ich nur noch mit dem Handy. Hierzu benutze ich je nach Weg einfach Google Maps und lasse mir meine Route von Komoot anzeigen. Außerdem kann ich sehen, wie viele Höhenmeter vor mir liegen. Jeder Schleichweg ist eingezeichnet, sodass ich immer alle Möglichkeiten sehen kann. Es ist immer gut zu wissen, wo Du Dich gerade befindest. Besonders, wenn es anfängt zu regnen oder der Weg einmal ist gesperrt.

In vielen Apps kannst Du die Karte vorher sogar Offline laden – falls Du mal kein Netz haben solltest. Aber vergiss Deinen Zusatzakku nicht.

Tipp 7: Nimm immer einen Regenschutz mit


Es ist zu empfehlen immer einen Regenschutz beim Wandern dabei zu haben. Denn beim Regen kühlt der Körper aus, Du fängst an zu frieren und die Wanderung wird schnell zur Qual. Auch mir ist das einmal passiert, dass ich keine Regenjacke und Regenhose dabei hatte. Ein erstes und letztes Mal! Es war ein sonniger Tag, es sah überhaupt nicht nach Regen aus. Aber das Wetter wechselte so schnell, so etwas hatte ich noch nie erlebt. Meine Wanderbekleidung war bis auf die Unterwäsche nass. Seit diesem Tag habe ich immer eine Regenjacke und -hose dabei – zu jeder Jahreszeit.

Tipp 8: Verwende immer Sonnencreme


Auch im Frühjahr, Herbst und Winter! Egal, wo Du gerade wanderst, die Sonne kann ganz schön viel Kraft entwickeln. Ein Sonnenbrand ist nicht nur äußerst schädlich für Deine Haut, sondern zudem auch noch echt nervig. Also, trage am besten morgens schon Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 30 oder 50 auf. Neben der Sonnencreme gehört auch eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung zum idealen Sonnenschutz in Deinen Rucksack. Denn Du möchtest doch die schönen Ausblicke ohne schmerzenden Augen oder Kopfschmerzen genießen?

Tipp 9: Nimm nicht zu viel Gepäck mit


Beim Wandern brauchst Du wirklich nicht viel! Außer den bisher erwähnten Dingen brauchst Du eigentlich nichts weiter.

Bei der Auswahl Deines Wanderrucksacks solltest Du auf jeden Fall darauf achten, dass er bequem am Rücken liegt und eine Rückenpolsterung hat. Außerdem sollte er ein Belüftungssystem haben, damit sich kein unnötiger Schweiß am Rücken bildet. Nimm keine überflüssigen Sachen mit – denk daran, Du musst alles selber tragen.

Hier findest Du mehr zum Thema: Packliste für Tageswanderungen

Tipp 10: Zeige Respekt gegenüber der Natur


Wenn Du in der Natur unterwegs bist, dann behandle sie bitte mit Respekt. Nimm deinen Müll wieder mit und werfe keine Bananenschalen oder Kerngehäuse weg. Denn eine Bananenschale braucht ein bis drei Jahre, um zu verrotten. Egal ob organische Abfälle oder Plastikmüll, nimm einfach alles wieder mit nach Hause. Die Natur wird es Dir danken.

Mit diesen zehn hilfreichen Tipps bist Du gut ausgerüstet und vorbereitet, um Deine Wanderung unbeschwert und mit allen Sinnen genießen zu kannst. Ich bin gespannt, was Du von Deiner Tour zu berichten hast und welche Erfahrungen Du machst. Vielleicht hast Du noch ergänzende Tipps Du für mich. Hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Artikel, ich freue mich darauf!

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