Nepal

Nepal für Einsteiger – Meine erste Mehrtagestour5 min read

Die wichtigste Frage bei jeder Urlaubsplanung stellt sich immer gleich am Anfang: Wo soll es hingehen?

Was soll ich sagen: Ich saß also mehrere Stunden vor dem PC und suchte eigentlich nach einem Wanderurlaub in den Alpen. Es war wie verhext! Aber aus irgendeinem Grund landete ich immer wieder auf der selben Seite: Nepal für Einsteiger, eine Reise für ganz normale Wanderer. Dort hieß es: Du brauchst kein Bergprofi, kein Bergkletterer und nicht mal schwindelfrei zu sein. Für mich sollte wandern in Nepal kein unerfüllter Traum bleiben.

Glaube mir, tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf: Habe ich dafür die nötige Ausdauer und Kondition? Werde ich dort mit den Wetterbedingungen klarkommen? Kann ich bei jeder Wanderung mithalten? Und will ich wirklich soweit in die Ferne fliegen? Aber für mich war klar: Wenn nicht jetzt, wann dann!

Nepal – das Land der höchsten Berge


Vielleicht hast Du Dich gefragt, wo Nepal überhaupt liegt und was dieses Land so spannend und interessant macht. Hier ein kleiner Exkurs: Nepal befindet sich in Südasien. Es grenzt im Osten, Süden und Westen an Indien und im Norden an China. Ein Land, das durch seine Berge bekannt ist – den höhsten der Welt. Es ist das Himalaya Gebirge mit seinem wohl berühmtesten Vertreter dem Mount Everst, der eine stolze Gipfelhöhe von 8.850 Metern erreicht. Aber Nepal hat noch viel, viel mehr zu bieten.

Cartoon Karte Nepal

Die Kultur in diesem Land hat mich stark beeindruckt, sowie das Zusammenleben der verschiedenen Volksstämme. Heiligtümer und Stupas, dei man beinahe an jeder Straßenecke finden kann, zeigen die Verbindung zum buddhistiscehn Glauben.

Obwohl das Land sehr arm ist, wird man überall herzlich empfangen. In den Großstädten wie Kathmandu oder Pokhara beispielsweise, ist der Standard höher. Natürlich kann man das Leben in den Dörfern nicht mit unserem Leben vergleichen. Ich persönlich würde es so beschreiben: Das Leben ist dort wie vor ca. 150 Jahren. Es gibt nur sehr selten eine heiße Dusche, geflieste Böden, Heizung und eine Waschmaschine. Aber: Viel Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und trotz der bescheidenden Verhältnisse, Freude und Zufriedenheit.

Veranstalter dieser Reise


Im Oktober 2018 begab ich mich mit einer 7-köpfigen Reisegruppe und einer deutschsprachigen Wanderführerin nach Nepal. Für mich war es die erste Nepalreise, aber bestimmt nicht meine letzte.
 
Geplant und organisiert hatte diese Reise Josy Freundt von Wanderauszeit. Sie organisiert solche Reisen schon seit einigen Jahren. Unter anderem hat sie nach dem Erdbeben 2015 in Nepal ein Hilfsprojekt gegründet. Mit diesem Projekt werden Schulen und Kindergärten unterstützt und ferner werden Brunnen und Wasserleitungen wiederaufgebaut. Mit ihren Wanderreisen sorgt sie darüber hinaus dafür, das Menschen Arbeit haben. Träger, Guides und Lodge-Besitzer können so ihre Familien ernähren.

Ich kann diese Art von Reisen nur jedem empfehlen. Hier gelangst Du auf die Seite von Wanderauszeit.

Annapura-Massiv
Die traumhaften Ausblicke auf das Annarpurna-Massiv

Was uns auf dieser Reise erwartete – ein kurzer Überblick


Vor unserer 7-tägigen Trekking-Tour verbrachten wir eineinhalb Tage in Kathmandu. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. In dieser Stadt wimmelt es nur so von Mopeds, Kühen und Autos, die sich alle zusammen die Straßen teilen. Menschen, die wie vor 150 Jahren arbeiten, dabei Cola trinken, ihren Göttern Blumen opfern und ebenso selbstverständlich ihr Smartphone benutzen. Für uns ein absoluter Widerspruch zu unserer Welt, aber so ist der Alltag in Nepal.


Am Abend wurden wir von unserer nepalesischen Crew zum gemeinsamen Abendessen eingeladen. Gegessen wurde aber nicht an einem normalen Tisch, wie wir es gewohnt sind: Sondern auf dem Boden im Schneidersitz. Für mich eine absolut neue und verrückte Erfahrung.


Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen und reisten von dort mit dem Flugzeug nach Pokhara weiter. In Pokhara startete unsere Trekking-Tour. Wir wanderten von Dorf zu Dorf. Zwischenstationen waren unter anderem Ghandruk, sowie Ghorepani und Poon Hill. Zurück ging es über Tikhedhugga und dann nach Nayapul. Von dort aus ging es weiter mit dem Bus nach Pokhara ins Hotel.

Wir wanderten durch zahlreiche Landschaften, staunten über die grandiosen Bergkulissen und blickten außerdem auf das Dhaulagiri und Annapurna-Massiv. Auf unserer Tour gab es immer wieder kulturelle Highlights. Wir tauchten in eine andere Welt ein, die uns fesselte und noch lange nach der Reise gefangen hielt.

Die Unterkünfte


Die Tage in Kathmandu und in Pokhara verbrachten wir in Hotels. Die Hotels sind mit einem deutschen 3-Sterne Hotel zu vergleichen. Auch das Essen ähnelt unserem sehr. Die Trekkingroute ist mit Unterkünften sehr gut ausgestattet. In der Regel kümmern sich die Guides und Porters darum, welche Lodge jeweils angesteuert wird.

Untergebracht ist man in der Regel in Doppelzimmern. Man schläft in seinem mitgebrachten Schlafsack. Oft sind zusätzlich Decken vorhanden, da es in der Nacht sehr kalt wird. Die Zimmer sind unbeheizt.

Übersicht der Reise


Alle Trekking-Etappen werde ich hier verlinken, sodass Du eine komplette Übersicht über die Reise hast:

Tag 1: Pokhara nach Dhmapus

Tag 2 + 3: Damapus nach Landruck – Ghandruk

Tag 4 + 5: Ghandruk nach Tadapani – Gherepani

Tag 6 + 7: Aufstieg zum Poon Hill und Tour nach Thinkedhunga – Nayapul

Sightseeing Tour durch Kathmandu, Pokhara und Bakthapur


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Packliste Nepal


Eine wichtige Frage schoss mir vor meine Reise in den Kopf: Was soll ich auf einer Mehrtagestour mitnehmen? Ich habe mir Tage lang den Kopf zerbrochen. Aber auch diese Sorge wurde mir genommen. Bei den Reiseunterlagen war eine genaue Packliste mit dabei: Einmal für den Tagesrucksack und einmal für die Reisetasche – klar aufgelistet und strukturiert – einfach genial. Das Prinzip war einfach, halte Dich an die Liste – Du benötigst nicht mehr! Weniger Dinge in der Tasche sorgen für bessere Übersicht!

Packliste Nepal

Übersicht: Was kommt in welche Tasche?

Die Ausrüstung hat bei jeder Wandertour einen hohen Stellenwert, denn sie sorgt für einen unbeschwerten garantiert Ausflug und garantiert für Sicherheit. Vorgegeben war, dass der eigene Tagesrucksack nicht mehr als ca. 3-5 kg wiegen sollte.

Tagesrucksack

Was?
Rucksack Deuter Futura SL, 30.0 LiterTagesrucksack mit 20-30 Liter / mit Hüftgurt
Wanderstöcke McKINLEY Carbon light QLschont beim Abstieg die Kniegelenke
Regenhose Berghaus Paclite Gore-Tex HoseSchutz bei Feuchtigkeit und Regen
Outdoorjacke Mountain Equipment Damen Jackewind- und regenfeste Jacke (Gore- Tex)
Trinkflasche Kantine 51° Nordmindestens 1 Liter Flasche (empfehlenswert)
Fotoapparat Panasonic Lumix DMC-FS6 DigitalkameraAlternative: Handy
Power Bank VOOE Power Bank 26800mAhfür unterwegs, als Ladestation fürs Handy
Ladekabel (Handy/Fotoapparat)
Erste Hilfe Set Outdoor
SonnenbrilleSichtschutz
Tuch und Hut / KappeKopfbedeckung gegen die Sonne
Mütze, Schal und Handschuheempfehlenswert bei Kälte
SonnencremeSchutz für die Haut, hohe LSF empfehlenswert
Toilettenpapierauf den meisten Toiletten ist kein Toilettenpapier vorhanden

Kleidung am Körper


Beim Wandern kommt es auf bequeme und vor allem leichte Kleidung an. Schnell trocknende Kleidung ist ein weiterer Vorteil, wenn es doch mal nass werden sollte. Die ideale Lösung ist der Zwiebellook. Mehrere Schichten halten am besten warm und bei Bedarf ist schnell etwas ausgezogen, wenn es zu warm wird.

Was?
langes T-Shirt Icebreaker Everyday oder kurzes T-Shirt Icebreaker Everyday SSeignet sich als wärmende Unterwäsche
lange Unterhose Icebreaker Oasis Leggingsbei kalten Tagen und auch ideal für die Nacht
wärmende Unterjacke Mountain Equipment Diablo Hooded Fleece, Softshell, Daune
Buff Bandanas Multifunktionstuch SchalHals- oder Kopftuch
Wanderhose FJÄLLRÄVEN Outdoor-Hoserobust und leicht trocknend (Gore-Tex)
BH und Slip aus Merino
Wandersocken Merinowolle Wadenlange Trekkingsockenfestsitzend, ideal ist Merinowolle
Wanderschuhe Salewa Mountain Gore-Texknöchelhoch und mit guter Profilsohle

Reisetasche & restliche Ausrüstung


Die Reisetasche wurde von den Porters getragen und sollte nicht mehr als 12 kg wiegen.

Was?
Reisetasche Cargo Hauler Rolling Duffelals Gepäckstück für die Porters / ca. 80 Liter
Schlafsack Mountain Equipment Classic 500 mit Komfortbereich für 0° Grad
Innenschlafsack Cocoon Mummy Linerwenn der Schlafsack nicht ausreicht, einen Innenschlafsack aus Fleece erreicht 5 °C mehr Wärme
Stirnlampe Varta Outdoor Sports Head Lightfür Nachtgänge zur Toilette oder zum Lesen
Packsäcke Outdoor wasserdichte Aufbewahrungsbeutelhält Ordnung und ist ein weiterer Regenschutz
1 – 2 langes T-Shirt Icebreaker Everydaywärmende Unterwäsche
1 – 2 kurzes T-Shirt Icebreaker Everyday SSwärmende Unterwäsche
normale Unterhemden und -hosen
1 Wanderhose FJÄLLRÄVEN Outdoor-Hose robust und leicht trocknend (Gore-Tex)
1 Paar Wandersocken Merinowolle Wadenlange Trekkingsockenfestsitzend, ideal ist Merinowolle
Schlafkleidungideal eignet sich das lange T-Shirt und die lange Unterhose von Icebreaker
leichte Schuhe/ Sandalen
Flip-Fopszum Duschen

Pflege & Co.


Hygiene beim Wandern – das ist so eine Sache. Bei diesem mehrtägigen Wanderurlaub kannst Du die üblichen Hygieneartikel verwenden. Allerdings solltest Du darauf achten, dass die Produkte biologisch sind, damit keine unnötige Umweltverschmutzung entsteht.

Was?
Seife Aleppo Haarseife Naturprodukt – Duschseife Naturseife
Seifensäckchen Seifenbeutel Natur, Aufschäumen und Trocknen der Seife
Deo und Creme
Bambus Zahnbürste pandoo 4er-Sparset Vegan, Bio, Holzfrei
Zahnpflegetabletten DENTTABS Stevia
Handtuch Nabaiji Mikrofaser Handtuch XXL Reisen
Taschentücher Bio-Baumwolle Weiße
Reiseapotheke (Mittel gegen Durchfall, Erkältung, Fieber und Schmerzen)

Mein Fazit zur Reise


Von Gruppenreisen dieser Art bin ich definitiv begeistert, und für das erste Mal waren diese sieben Tage in Nepal perfekt. Die nepalesische Crew kümmerte sich um die Organisation und das Essen. Ich brauchte nur meinen Tagesrucksack tragen und hatte tolle Menschen um mich herum. Dadurch konnte ich Nepal – Land und Leute – und die Kultur entspannt kennen lernen.

Das Wandern in einer Kleingruppe empfand ich als sehr angenehm, gerade in einem fremden Land und mit fremder Sprache. Es ist aber auch eine Herausforderung: Man muss sich immer auf mehrere Personen einstellen. Jeder läuft sein eigenes Tempo. Aber die Crew kennt solche Situationen und hat sie hervorragend gemeistert.

Wandern in Nepal ist für mich kein unerfüllter Traum geblieben – im Gegenteil – es war eine ganz beeindruckende Reise, an die ich sehr gerne zurückdenke.


Vielleicht warst Du ja auch schon einmal in Nepal oder hast eine ähnliche Tour gemacht. Schreibe mir gerne hier ein Kommentar, wie Dir mein Artikel gefallen hat. Ich freue mich über Tipps und Anregungen!

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