Madeira

Madeira – Reisen in Zeiten einer Pandemie27 min read

Was habe ich mich schwergetan, diese Reise nach Madeira im Sommer 2020 zu buchen. Umgetrieben von dem Gefühl der Unsicherheit, ob dieser Urlaub überhaupt jemals stattfinden würde. Fragen über Fragen: Wie werden sich die nächsten Monate bis zum Reisebeginn entwickeln? Folgen weitere Ausreiseverbote in Europa? Welche Einschränkungen kommen noch auf uns zu?

Erst zwei Wochen vor Reisebeginn erhielt ich vom Veranstalter die ersten Reiseunterlagen: Flugzeiten, Durchführung eines PCR-Tests nach der Ankunft auf dem Flughafen in Funchal, das Ablaufprogramm vor Ort und weitere Hinweise in Zeiten der Pandemie.

Vor, während und nach meinem Madeira Urlaub war es noch kein Risikogebiet. Aber wie wir wissen, kann sich so etwas in einer Pandemie ganz schnell ändern.

Auf dem Flughafen Madeira angekommen, wurde ich von jungen Madierer freundlich begrüßt und befragt. Um die Zahl der Neuinfektionen weiterhin auf der Insel so gering wie möglich zu halten, muss bei Einreise ein negativer PCR-Test auf COVID-19 vorgelegt werden. Dieser durfte nicht mehr länger als 72 Stunden zurückliegen. Ansonsten wird sofort auf dem Flughafen ein PCR-Test durchgeführt. Die Kosten werden von der Regionalregierung Madeiras übernommen. Vom Flughafen ging es sofort ins Hotel nach Funchal. Ab jetzt durfte ich das Hotel nicht mehr verlassen, Selbstisolation bis zum Erhalt des Testergebnisses. Das Testergebnis wurde mir per E-Mail innerhalb von 8 Stunden übermittelt. Nun endlich fiel die ganze Anspannung von mir ab und der Urlaub konnte beginnen.

Ein Wanderparadies im Atlantik


Madeira ist einfach einzigartig! Das ganzjährig milde Klima, wechselnde Blütenpracht, charmante Dörfer, die Küste, die grünen Berge und der tropische Lorbeerwald bilden eine attraktive Mischung. Einmalig ist das über Jahrhunderte entstandene Bewässerungssystem, die Levadas, über deren Wartungswege Wanderer die Blumeninsel entdecken können. Die Insel hat einiges zu bieten, vor allem für Natur- und Wanderfreunde.

Ich hatte mir bewusst diese 10-tägige Wandergruppenreise ausgesucht, weil wir an drei verschiedenen Standorten im Süden, Westen und Osten die Insel erkunden würden. Auf sechs geführten Wanderungen konnten ich die Vielfalt der Insel mit eigenen Augen bestaunen: Den Handelspfad nach Porto da Cruz, den tropischen Lorbeerwald, abenteuerlich ging es weiter auf der Levada da Ribeira da Janela, dann bestiegen wir noch den Pico Ruivo (1861 Meter) und zum Abschluss erkundeten wir das farbenfrohe und faszinierende Funchal.

Eine kleine Übersichtskarte von der Insel. © Schulz Aktiv Reisen

Die Tageswanderungen auf Madeira


So mild und angenehm wie Madeira sein kann, genauso schnell kann das Wetter dort wechseln. Du solltest Dich besonders in den Wintermonaten darauf einstellen, dass Du jeder Zeit von heftigen Regenschauern überrascht wirst. Regenjacke oder einen Schirm sind also Pflicht!

Levada Wanderung im Südwesten Madeiras


Der Bus holte uns am ersten Morgen an unserem Hotel ab und wir fuhren in den Süden der Insel nach Ponta do Sol. Zuerst wanderten wir an dem Ersten der Levadas, dem Levada Nova entlang. Diese künstlich angelegten Wasserkanäle sind typisch für die Insel, da das Wasser vom niederschlagsreichen Norden in den trockenen Süden der Insel transportiert wird.

Steil am Abgrund mit Blick auf das Meer

Entlang der Levada Nove genoßen wir die Aussicht in das Tal der Ribeira do Ponta do Sol. Eine schöne Abwechslung auf dieser Wanderung war ein Tunnel, durch den wir hindurch mussten und dann noch ein beeindruckender Wasserfall. Wasser hat schon eine magische Wirkung – findest Du nicht auch?

Direkt am Fluss Ribeira da Ponta do Sol legten wir eine kurze Rast ein, umgeben von wilder Natur und einer felsigen Berglandschaft. Danach setzen wir unseren Rückweg auf dem Zweiten, etwas höher gelegenen Levada do Moinho, fort. Diese Levada Tour bietet spektakuläre Ausblicke auf das Tal und auf das Meer.

Tal des Flusses Ribeira da Ponta do Sol
Daten und Fakten zur Tour:


Achtung: Es gibt immer wieder ziemlich steile Abschnitte an den Levadas, die teilweise mit Drahtseilen abgesichert sind, manchmal aber auch nicht. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier erforderlich. Für die Durchquerung des Tunnels, solltest Du auf jeden Fall eine Taschenlampe mitnehmen. Im übrigen gibt es auf der gesamten Wanderung keine Einkehrmöglichkeit, daher solltest Du genug Proviant mitnehmen.


Distanz der Tour: 11 km

Höhenmeter:
40 hm Anstieg, 170 hm Abstieg

Gehzeit: ca. 3 Stunden

Schwierigkeit: mittel

Küstenwanderung Boca do Risco


Der Küstenweg an der Nordküste zwischen Machico und Porto da Cruz ist einer der spektakulärsten Wanderwege Madeiras überhaupt. Wir wanderten durch üppige Landschaften bis wir an einem Plateau direkt an der Küste gelangten. Der Ausblick von hier aus war gigantisch. Wir sahen die Steilküste, an der wir schließlich bis nach Porto da Cruz wanderten.

Aussicht übers Tal zum Meer
Daten und Fakten zur Tour:


Diese Tour bietet herrliche Ausblicke auf das Meer und ist landschaftlich sehr eindrucksvoll. Entlang der Küste geht es immer auf und ab. Am Ende der Tour, in Vereda do Larano gibt es Einkehrmöglichkeiten.


Distanz der Tour: 11 km

Höhenmeter:
160 hm Anstieg, 110 hm Abstieg

Gehzeit: ca. 3 Stunden

Schwierigkeit: mittel

Pfad an der steilen Nordküste nach Porto da Cruz
Dickblattgewächse und werden auch Sempervivum genannt
Aussichtspunkt entlang der Steilküste
Felsvorsprung Espigão Amarelo
Blick zum Adlerfelsen

Wanderung im Nonnental „Curral das Freiras“


Der dritte Tag begann mit der Fahrt ins Curral das Freiras, touristisch oft als Nonnental bezeichnet. Die Wanderung startete oben auf dem Aussichtspunkt Eira do Serrado, der auf 1094 Metern liegt. Die Tour verläuft hinab in das Nonnental. Der Aussichtspunkt ist über einen Pfad zugänglich, der vom Hotel Estalagem Eira do Serrado ausgeht.

Parkplätze für Busse und Autos sind ebenfalls vorhanden, viele Madeira-Urlauber machen gern einen Ausflug hierher, um das beeindruckende Panorama zu genießen. Von den meisten Urlaubern wird oftmals nur der Miradouro von Eira do Serrado besucht, also der Aussichtspunkt.


Aber wir gingen den Berg zum Mirodouro hinauf, dies dauerte ca. 5 bis 10 Minuten. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick über das Tal, in das die Gemeinde Curral das Freiras eingebettet liegt, und über die grandiosen Berge des Zentralmassivs, die diese Gemeinde umgibt.

Ausblick auf das Tal Curral das Freiras

Die Wanderung ins Nonnental beginnt gleich unterhalb des Souvenirladens und ist mit einem Wegweiser gekennzeichnet. Viele alte Wege führen hinab in das Nonnental, aber dieser ist der kürzeste und auch der spektakulärste Weg hinab in den Talkessel von Curral das Freiras. Der Weg abwärts ist größtenteils gepflastert und gut ausgebaut. Enge Passagen und abschüssige Stellen sind mit einem Geländer gesichert.

Der Weg geht serpentinenartig hinab und auf einem Felsvorsprung liegt ein Rastplatz, ideal für eine kleine Pause. Während des kompletten Abstiegs bietet sich immer wieder ein wunderschönes Panorama über den Talkessel von Curral das Freiras.

Der Weg ins Nonnental
Traumhafte Aussicht auf die Berglandschaft

Highlight des Tages, wir aßen im Restaurante O Lagar Antiguidades die wohl bekannteste Spezialität auf Madeira, die Espetada (Fleischspieß). Das Fleisch, entweder Rind oder Hähnchenfleisch, wird mit Lorbeer und Meersalz gewürzt und gegrillt. Auf dem Tisch im Restaurant befindet sich ein Gestänge, wo der Fleischspieß dann aufgehängt wird. Als Beilagen werden Salat, Süßkartoffeln, regionale Kartoffeln und Brot serviert. Guten Appetit!

…gemütliches und kleines Restaurante im Nonnental
Zubereitung der Espetada im Ofen
Hier kommen die Daten und Fakten der Tour:

Distanz der Tour: 6 km

Höhenmeter:
90 hm Anstieg, 500 hm Abstieg

Gehzeit: ca. 2 Stunden

Schwierigkeit: mittel


Die eigentliche Wanderung an diesem Tag sollte auf den Höhenweg zum Pico Grande gehen, aber Tage zuvor gab es starke Regenfälle und so waren viele Wanderweg nicht passierbar. Daher hatte unser Wanderführer Berthold umdisponiert, sodass wir diese kleine und gemütliche Wanderung durch das Nonnental passierten und zum Abschluß mit der leckeren Belohnung!

Entlang der Levada da Ribeira da Janela


Durch den Dschungel Madeiras – Natur im Überfluss hat diese großartige Levadatour bei Porto Moniz zu bieten. Ausgangspunkt der Tour war auf die Paul-Ebene, in ca. 1200 Höhenmetern. Auf zunächst breitem Weg ging es erst einmal bergab durch nebelverhangene Landschaften. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir den ersten Tunnel.

Hochebene Paul da Serra
Die Wege sind teilweise ganz schön rutschig

In den Tunnels ist es meist recht feucht, sodass man nicht nur auf den Kopf, sondern auch auf tiefen Pfützen achten sollte. Am Ende des zweiten Tunnels wartete ein steiler Kessel, aus dessen Wand die Levada und ein kleiner Balkon herausgeschlagen wurde. Ein Wasserfall fällt direkt auf die Levada. Ein kleines Dach wurde für die Wanderer gebaut, um an dieser Stelle nicht komplett durchnässt zu werden. Das Wasser fällt lautstark auf das kleine Wellblechdach. Ein spektalulärer Höhepunkt dieser Wanderung!

Dschungelartige Landschaft
Duschen unterm Wasserfall
Ich komme mir vor wie auf einer Expedition!

Immer wieder gibt es atemberaubende Ausblicke auf die umgebende Landschaft und in die Schluchten mit tropischer Vegetation: Hortensien, Eukalyptus und vieles mehr. Durch die Levada schwimmen kleine Forellen. Je tiefer man jedoch das Tal erkundet, desto beeindruckender ist die wilde Schönheit der Natur. Noch fünf weitere Tunnel folgten, bis wir schließlich an einer schönen Seitenschlucht den letzten Tunnel erreichten. Eine wirklich schöne Wanderung entlang der Levada. Anfänglich war das Wetter noch gut, aber später wechselte die Wetterlage und es regnete ununterbrochen. Aber auch diese Stimmung mit den vielen Wolken hatte etwas. Man kam sich wirklich vor wie im Dschungel!

Ausblick ins Tal Ribeira de Janela
Zur Tour, hier die Daten und Fakten:


Unglaublich, was für Wassermassen an diesem Tag auf uns einprasselten. Aber irgendwann wurde es dann auch uns zu viel und wir waren froh, als wir an der urigen Dorfkneipe ankamen und uns einen wohlverdienten Kaffee oder eine Ponncha gönnten. Danach lief nur eine kleine Gruppe noch den restlichen Weg, Abstieg über Serpentinenstraßen, zurück nach Porto Moniz. Die restliche Gruppe wurden vom Bus abgeholt.


Distanz der Tour: 16 km

Höhenmeter:
110 hm Anstieg, 930 hm Abstieg

Gehzeit ca. 4 Stunden

Schwierigkeit: mittel

Porto Moniz von oben
Was für eine spektakuläre Brandung und Gischt des Atlantiks

Levada dos Cedros und durch den Feenwald von Fanal


Dieser alte Wald hat den Spitznamen „Feenwald“ bekommen. Der Feenwald liegt im Gebiet Fanal im Nordwesten der Insel und ist Teil des großen Lorbeerwaldgebietes auf Madeira. Im Feenwald stehen Bäume, die schon ein paar Jahrhunderte alt sind. Manche von ihnen sollen schon hier gestanden haben, als Madeira 1419 entdeckt wurde. Kannst Du Dir das vorstellen? Diese alten Gestalten sind mit Flechten behangen und moosbewachsen, es ist kühl und feucht, oft zieht hier Nebel durch. Eine mystiche Atmosphäre.

Entlang des schmalen Wasserkanals, der in weiten Teilen noch aus Natursteinen gefertigt ist, wanderten wir durch den Lorbeerwald. Nur selten gelang es einem Sonnenstrahl das dichte, grüne Blätterdach zu durchbrechen. Hin und wieder bekamen wir schöne Ausblicke über das tief eingeschnittene Ribeira da Janela-Tal.

schöne Ausblicke auf das Ribeira da Janela-Tal

Dann stiegen wir den bequemen Treppenweg hoch zum Fanal. Leider fängt es wieder an zu regnen und die Landschaft wurde in dichte Nebelwolken gehüllt. Einige Zeit später kamen wir in einen Wald mit vielen hundert Jahre alten Lorbeerbäumen. Die Wolken verfingen sich in dieser fantastischen Landschaft und verwandelten die Szene in einen bizarren Märchenwald.

Daten und Fakten zur Tour:

Distanz der Tour: 10 km

Höhenmeter:
490 hm Anstieg, 190 hm Abstieg

Gehzeit ca. 3 Stunden

Schwierigkeit: mittel


Nach starken Regenfällen kann der Levadaweg überschwemmt sein, unbedingt empfehlenswert ist festes Schuhwerk und nimm eine warme und regenfeste Jacke mit. Im Hochgebirge kann es ganz schön kühl und feucht werden. Nimm dir wieder Proviant mit, in der Umgebung von Fanal gibt es keinerlei Restaurants, Bars oder Geschäfte.

Vereda do Pico Ruivo


Auch die für diesen Tag geplante Tour wurde durch das anhaltende Regenwetter der vergangenen Tage vereitelt. Ursprünglich sollten wir den Gipfel des Pico Ruivo aufgestiegen und dann weiter über den Sattel am Pico des Torres zum Pico do Arieiro wandern. Doch durch die Regenfälle kam es zu einigen Erdrutschen auf den Pfaden, sodass sie nicht mehr passierbar waren.

Wir wollten dennoch auf den höchsten Gipfel Madeiras, den Pico Ruivo mit 1861 Höhenmeter. Der schnellste und einfachste Weg hoch zum Gipfel startet auf dem Parkplatz Achada do Teixeira auf 1640 Metern. Dort folgst Du dem Schild „Pico Ruivo 2,8 km“ auf einem einfachen, gepflasterten Wanderweg. Während der Wanderung hast Du einen Blick auf den Pico do Arieiro, Pico das Torres und in die tiefgrünen Schluchten.

Grandiose Ausicht
Gaststätte auf halben Weg
Immer wieder zieht ein Wolkenmeer über uns

Auf dem Gipfel des Pico Ruivo kannst Du auf die Hochebene Paul da Serra, ins Nonnental und sogar bis Porto Santo schauen. Zwar gehen Hin- und Rückweg über denselben gepflasterten Weg, jedoch verändert sich die Perspektive vollkommen und so kommt keine Langeweile auf.

Nur noch dieses Bergpanorama genießen
Daten und Fakten zur Tour:

Distanz der Tour: 5,4 km

Höhenmeter:
190 hm Anstieg, 190 hm Abstieg

Gehzeit: ca. 1,5 Stunden

Schwierigkeit: leicht


Wie Du siehst, ist das eine einfache und kleine Wanderung, die Du ganz entspannt für einen halben Tag einplanen kannst. Da sich aber auf der Strecke unzählige Fotomotive von der atemberaubenden Aussicht ergeben, kann die Wanderstrecke durchaus eine längere Zeit in Anspruch nehmen.

Silvesterabend in Funchal

Bevor wir zum Silvester-Feuerwerk fuhren, haben wir noch einen kleinen Umweg in Kauf genommen, um ein Abendshooting an der Jesus-Statue in Caniç vorzunehmen. Und es hat sich gelohnt!

Weiterfahrt zu einem Panoromahotel in Funchal, von wo wir einen fantastischen Blick auf den Hafen hatten. Das Feuerwerk in Funchal ist weltberühmt! Nur dieses Silvester 2020/ 2021 war anders! All die Jahre davor lagen im Hafen mehrere Kreuzfahrtschiffe vor Anker, nur dieses Mal kein einziges Schiff. Dennoch war die Beleuchtung auf die Stadt, sowie der spektakuläre Blick auf das großartige Silvester-Feuerwerk ein unvergessliches Erlebnis!

Feuerwerk am Hafen von Funchal

Küstenwanderung zur Halbinsel Ponta de São Lourenço


Dieser Tag stand zur freien Verfügung, daher machte eine kleine Gruppe von uns sich mit den Bus auf, um die Halbinsel Ponta de São Lourenço zu erkunden. Von Funchal fährt der Bus mit der Nummer 113 nach Baia D’Abra, Fahrtzeit eine gute Stunde.

Im Osten von Madeira weitet sich das Naturschutzgebiet Ponta de São Lourenço aus, welches mit seinen fantastischen vulkanischen Gesteinsformationen zahllose Fotomotive bietet. Die Wanderung ist ein Must-Do und eine willkommene Abwechslung zu den typischen Levada Touren: Ausblicke auf die Felsenküste und den Atlantik sind absolute Highlights.

Bizarre Felsformationen

Du bekommst auf dem Weg jederzeit geniale Ausblicke. Nach der Hälfte des Weges kannst du den Morro do Furado (Aussichtspunkt) besteigen. Der Anstieg von 160 Höhenmeter lohnt sich auf jeden Fall. Vom Gipfel eröffnet sich ein spektakuläres Panorama zum Leuchtturm auf der Ilhéu do Farol, dem östlichsten Punkt Madeiras. Hervorzuheben ist außerdem, dass das Naturschutzgebiet Ponta de São Lourenço Dir einen Einblick in eine Pflanzenwelt gibt, sowie sie kein zweites Mal auf der Insel zu finden ist.

São Lourenço – Einfach genial
Ausblick vom Morro do Furado
Hier die Daten und Fakten zur Tour:


Die Wanderung ist nicht schwer, jedoch geht es immer mal hoch und runter. Unbedingt eine Windjacke mitnehmen, es kann ganz schön stürmisch werden und regnerisch. Nach dem Abstieg vom Morro do Furado gibt es das Besucherzentrum, Casa do Sardinha, eine Möglichkeit unter schönen Palmen zum Verweilen und die Aussicht zu genießen. Auch auf dieser Tour lieber wieder Getränke und Proviant mitnehmen.


Distanz der Tour: 6 km

Höhenmeter:
200 hm Anstieg, 180 hm Abstieg

Gehzeit: ca. 2 Stunden

Schwierigkeit: mittel

Funchal – Unterwegs in der Inselhauptstadt


Funchal ist die Hauptstadt der autonomen Region Madeira, die zu Portugal gehört. Mit rund 110.000 EinwohnerInnen ist sie die größte Stadt der mitten im Atlantik gelegenen Insel. Sie ist vulkanischen Ursprungs und trägt den Beinamen Blumeninsel. Sie ist auch Geburtsort des berühmten Madeirers und Fußballstars Cristiano Ronaldo. Die Seilbahn “Teleférico do Funchal” ist die wahrscheinlich beliebteste Attraktion der Kleinstadt. Auf einer Strecke von rund 3.200 Metern wird ein Höhenunterschied von 560 m von Funchal nach Monte überwunden. Ich konnte leider nicht hochfahren, denn an diesem Tag war die Seilbahn geschlossen. Der Hafen von Funchal liegt 15 Minuten zu Fuß von der Stadtmitte entfernt an einer zauberhaften Bucht, die vom Blau des Meeres und vom Grün der Berge ringsherum umgeben ist.

Seilbahn Teleférico do Funchal
Blick von der Hafenpromenade in die Stadt Funchal
Kein Kreuzfahrtschiff im Hafen

Die Hafenpromenade von Funchal ist sehr schön und sauber.
Der Hafen ist ein bedeutender Kreuzfahrthafen mit mehreren Liegeplätzen für Kreuzfahrtschiffe, nur in diesem Jahr – kein einziges Schiff lag im Hafen. Die Rua de Santa Maria ist das Herzstück der Altstadt. Die schmale Gasse ist voll von kleinen Lokalen und bunt bemalten Türen. Um die Altstadt zu verschönern, wurde 2011 das Projekt “artE de pORtas abErtas”, was übersetzt so viel wie die “Kunst der geöffneten Türen” bedeutet – gestartet. Inzwischen verzieren über 200 Street Art Kunstwerke die Türen der Altstadt. Die Rua de Santa Maria ist ein guter Ort zum Mittag- oder Abendessen.

Ein Besuch in der Mercado dos Lavradores in Funchal sollte man unbedingt einplanen. In dieser schönen antiken Markthalle wirst Du fast erschlagen von der unglaublichen Auswahl an exotischen Obst und Früchten. Vorsicht: Die Obsthändler versuchen einen gern übers Ohr zu hausen!

Blumen-, Obst-, und Gemüsehalle
Fischhalle
Obst und Gemüse, wohin man auch schaut

Veranstalter der Reise


Diese Wanderreise wurde von Schulz Aktiv Reisen organisiert. In der 10-tägigen Pauschalreise wohnten wir an 3 verschiedenen Standorten in ausgewählten komfortablen Mittelklassehotels (3-4 Sterne) im Süden, Westen und Osten der Insel. Das Wanderprogramm bestand aus sechs abwechslungsreichen, geführten Touren auf Madeira mit einem deutschsprachigen Wanderführer. Wir hatten für die geführten Touren auch die ganze Zeit über einen 20-Sitzer-Bus inklusive Fahrer, der uns immer zum Ausgangspunkt der Wanderungen brachte und uns dann beim Endpunkt wieder abholte.


Zusätzliche Kosten in dem Urlaub waren, die 6 Abendessen plus Trinkgelder, Snacks für unterwegs, die Busfahrt nach Baia D’Abra, Silvester-Abendessen und das Feuerwerk in Funchal. Summe der Kosten ca. 250 €.

Fazit


Madeira hat mich wirklich beeindruckt. Ich hatte davor überhaupt keine Vorstellung von der landschaftlichen Vielfalt dieser Insel. Von Hochgebirgstouren bis zu entspannten Levada-Wanderungen ist hier für Natur- und Wanderfreunde alles möglich.

Vielen Dank für die gute Organisation von Schulz Aktiv Reisen. Wir mussten uns absolut um gar nichts kümmern. Alles war bereits gebucht und wir waren mit allem mehr als zufrieden. Ein dickes Dankeschön geht an Berthold, unseren Wanderführer. Er war eine richtige Bereicherung für unsere Reise. Er konnte uns unglaublich viel Wissenswertes über Land und Leute vermitteln, da er selbst seit vielen Jahren auf Madeira lebt.

Sicherlich ist es auch möglich, eine Wanderreise nach Madeira auf eigene Faust durchzuführen. Aber ich mag es hin und wieder, Wanderreisen zu buchen. Da brauch ich mich um nichts kümmern und kann einfach genießen – herrlich. Denn das Planen von Touren und das Vergleichen von Anbietern und Preisen für Hotels, Flüge und Transfers nimmt immer sehr viel Zeit in Anspruch. Darüber hinaus erfährt man oftmals Insider-Tipps oder Geschichten, die so in keinem Wanderführer zu lesen sind.

Hat Dir mein Beitrag gefallen? Würdest Du eine Wanderreise nach Madeira buchen oder doch individuell gestalten? Ich bin schon sehr gespannt auf Dein Feedback. Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Hinweis: Das Urheberrecht des benutzten Bildes unterliegt der Firma Schulz Aktiv Reisen, www.schulz-aktiv-reisen.de.

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